Arbeitszeugnis

← Ratgeber · 23. Juli 2026 · Lesezeit ca. 5 Min.

Arbeitszeugnis verstehen: die Geheimcodes

In Deutschland muss ein Arbeitszeugnis wohlwollend formuliert sein – gleichzeitig wahr. Aus diesem Widerspruch ist eine codierte Zeugnissprache entstanden. Wer sie kennt, liest zwischen den Zeilen.

Dein Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis

Nach § 109 der Gewerbeordnung (GewO) hast du Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Ein qualifiziertes Zeugnis bewertet zusätzlich Leistung und Verhalten – dieses brauchst du für Bewerbungen. Es muss wohlwollend sein und darf dein weiteres Fortkommen nicht unnötig erschweren, muss aber der Wahrheit entsprechen.

Die Notenskala hinter den Floskeln

Die Zufriedenheitsformel verrät die „Note". Achte auf die Abstufung:

Ein einzelnes fehlendes Wort („stets", „vollsten") verschiebt die Note also deutlich – kleine Unterschiede mit großer Wirkung.

Weitere Warnsignale

Bei einem schlechteren Zeugnis als „befriedigend" liegt die Beweislast übrigens beim Arbeitgeber – ein Grund, ein unfaires Zeugnis nicht einfach hinzunehmen.

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Hinweis: allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung.